Alter: 4000 Jahre
Standort: Meyenburg
Maße: 60 x 60 cm
Auflage: 10
verkauft: 1/10
Original Bütte von Hahnemühle, 290g
Diese Eiche stand vor knapp 4000 Jahren an einem Moor bei Meyenburg. Knapp 2000 vor Christus verlief die Zeit noch zyklisch. Das Leben der Menschen folgte dem gleichen Rhythmus wie das des Baumes. Hin und wieder kam jemand an dem Baum vorbei, jedoch wurde das Moor meist gemieden; es stand für Gefahr, war ein mystischer Ort. Menschen lebten in enger Beziehung mit und in Abhängigkeit von ihrer Umgebung. Wald, Moor, Aue und Offenland waren gleichermaßen Arbeits-, Lebens- und Gefahrenbereich. Es lauerten Wisent, Bär und Auerochse. Tiere, Wetter und Boden bestimmten den Handlungsspielraum der Menschen.
Es existierten keine Staaten im heutigen Sinn, Menschen starben früh und arbeiteten hart. Es gab keine Banken, keine Unternehmen, kein BIP.
Aufgrund des Sauerstoffmangels blieb diese Eiche über Jahrtausende konserviert. Die chemischen Prozesse im Moor veränderten das Holz mit der Zeit. Es ist härter, dichter und dunkler geworden. Etwas Splintholz fehlt zwar, aber der Baum ist noch als solcher erkennbar, die Jahresringe noch sichtbar. Der Baum und selbst das Moor, in dem er überdauerte, sind noch vorhanden. Aber etwas anderes, Grundsätzlicheres hat sich verändert seit dem Moment, in dem die Eiche vor vielen Jahren einem Sturm zum Opfer fiel – die Luft.
Die Luft, die diese Mooreiche damals atmete, unterschied sich nicht von der Luft, die ihre Vorfahren Jahrtausende davor geatmet haben – aber sie unterscheidet sich radikal von der heutigen Luft. Statt zwischen 260 und 280 Parts per Million CO₂ in der Luft sind es heute 426 ppm.
Die Dendrologische Untersuchung der Uni Göttingen hat diesen Baum auf 1878 vor Christus datiert. Das Dokument wird bei Kauf eines Druckes mitgeschickt.